Mirtazapin Actavis 45mg

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Mirtazapin Actavis 45mg

Menge: 100 Filmtabletten

Beschreibung

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Mirtazapin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der noradrenergen und spezifisch serotonergen Antidepressiva (NaSSA). Es ist das Pyridyl-Analogon von Mianserin und wird wie dieses der chemischen Struktur nach zu den tetrazyklischen Antidepressiva gezählt. Mirtazapin wurde 1976 erstmals von AkzoNobel (Organon (Pharma)) patentiert.

Pharmakologie

Mirtazapin ist ein noradrenerg und spezifisch serotonerg wirkendes Antidepressivum (NaSSA): Es besetzt im Gehirn spezifische Bindungsstellen der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin und verändert damit den Einfluss dieser auf die Signalübertragung im Gehirn. Insbesondere steigert es indirekt die Freisetzung von Dopamin im präfrontalen Cortex und die noradrenerge Übertragung in kortikal-limbischen Bereichen.[4] Der Serotoninspiegel wird dabei nur unwesentlich beeinflusst.[5][6]

Wirkprinzip (Pharmakodynamik)

Mirtazapin blockiert gesondert präsynaptische adrenerge α2A/C Autorezeptoren wie gleichfalls Serotoninrezeptoren der Art 5-HT2A. Dies bewirkt eine verminderte Hemmung mithilfe jene Autorezeptoren bzw. hemmenden Heterorezeptoren (5-HT2A), und hiermit wohl eine vermehrte Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin in Teilbereichen des Hirns.[4] Diese konnte in Tierversuchen nachvollzogen werden. Eine relevante Verstärkung der Serotoninfreisetzung bejahte sich in Untersuchungen und Tierversuchen hingegen nicht.[5][6] Die Substanz hemmt zusätzlich die Serotoninrezeptoren der Art 5-HT2C und 5-HT3. An den Serotoninautorezeptoren des Typs 5-HT1A wirkt Mirtazapin mutmaßlich als Agonist und vermeidet hierdurch eine von Seiten α2A/C Blockade vermittelte Verstärkung der serotonergen Übertragung.[7] Letztlich sorgt die ausgeprägte Hemmwirkung auf den H1-Rezeptor für die sedierenden Charakteristika von Mirtazapin, gesondert in niedriger Dosierung.[6]

Es liegt ausschließlich eine schwache Affinität zu cholinergen muskarinischen Synapsen vor, weswegen ausschließlich geringe anticholinerge bzw. kardiovaskuläre Nebenwirkungen auftreten. Die Wiederaufnahme von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin wird mangels hinreichender Affinität zu ihren Membrantransportern kaum beeinflusst; ebenso die Affinität zu β-adrenergen und dopaminergen Synapsen ist gering.[6] In einer Untersuchung wurde von Seiten Opioid-Antagonisten-Gabe die Wirkung von Mirtazapin auf opioide Rezeptoren bestätigt. Es besitzt eine hohe Affinität zum κ3-Opioid-Rezeptor und in geringerem Maße zum μ-Opioid-Rezeptor.

Quelle: Wikipedia